Topf und Rechaud

Keramik, Gusseisen oder Edelstahl

Ein Käsefondue braucht gleichmäßige, moderate Wärme. Nicht jedes Material liefert das.

1 Min. LesezeitAktualisiert am 24. September 2026

Die drei Materialien

MaterialWärmeverhaltenGeeignet für
Glasierte Keramik, SteingutErwärmt langsam, hält gleichmäßig, empfindlich gegen Stöße und TemperaturschocksKäsefondue, das klassische Caquelon
Gusseisen, emailliertSchwer, speichert viel Wärme, verzeiht HitzeKäsefondue und Fleischfondue
EdelstahlReagiert schnell, kühlt schnell aus, neigt zum AnsetzenFleischfondue in Öl oder Brühe

Warum Keramik das Original ist

Ein Keramik-Caquelon nimmt Wärme langsam auf und gibt sie ebenso langsam wieder ab. Der Käse am Boden wird dadurch nicht heißer als der Käse oben, und genau das verhindert Klumpen und Anbrennen. Der Nachteil liegt in der Empfindlichkeit: ein kalter Topf auf eine heiße Platte oder ein Stoß gegen die Spüle, und die Glasur bekommt Risse.

Gusseisen als Alternative

Emailliertes Gusseisen verhält sich ähnlich träge wie Keramik, ist aber unzerbrechlich und für Fleischfondue ebenfalls brauchbar. Wer nur einen Topf für beides anschaffen möchte, ist hier richtig. Das Gewicht ist spürbar: ein Topf mit zwei Litern wiegt leer über zwei Kilogramm.

Edelstahl nur mit Vorsicht

Dünnwandiger Edelstahl leitet Wärme schnell, und schnelle Wärme ist bei Käse ein Problem. Am Boden bildet sich eine Kruste, während die Mitte noch fest ist. Mit einem dicken Sandwichboden und sehr kleiner Flamme geht es, angenehm ist es nicht.

Kaufkriterien

  • Bodendicke: ein dicker Boden verteilt die Wärme gleichmäßiger.
  • Griff: ein durchgehender Griff aus dem gleichen Material bleibt heiß, ein Holzgriff nicht.
  • Eignung für Induktion oder Ceranfeld, falls der Käse auf dem Herd vorgeschmolzen wird.
  • Passung zum Rechaud: der Topf muss auf dem Ring sicher stehen.