Käse

Fondue mit holländischem Käse

Gouda schmilzt anders als Gruyère. Mit der richtigen Kombination wird daraus ein eigenes Fondue.

1 Min. LesezeitAktualisiert am 24. September 2026

Warum Gouda funktioniert

Junger und mittelalter Gouda haben einen hohen Fettgehalt und ein elastisches Eiweißgerüst; sie schmelzen weich und binden gut. Der Geschmack bleibt bei jungem Käse allerdings flach. Der Trick liegt in der Kombination mit gereiftem Gouda, der Salz, Aroma und die typischen Kristalle mitbringt.

Die Mischung

AnteilKäseFunktion
60 ProzentGereifter Gouda, 10 bis 18 MonateGeschmack und Salz
40 ProzentJunger Gouda oder MaasdamerBindung und Cremigkeit

Alter Gouda ab zwei Jahren allein wird körnig; als kleiner Anteil neben jüngerem Käse gibt er dem Fondue Tiefe. Ein Nordholland-Gouda mit rotem Siegel ist eine bewährte Wahl für den gereiften Anteil.

Bier statt Wein

Die niederländische Variante wird traditionell mit hellem Bier statt Weißwein angesetzt. Das Bier bringt weniger Säure mit, deshalb hilft ein Spritzer Zitronensaft oder ein Teelöffel Weißweinessig bei der Bindung. Ein Pils oder ein helles Lagerbier passt; dunkles oder stark gehopftes Bier schmeckt bitter durch.

Unterschied zum Original

Ein Gouda-Fondue ist milder, runder und etwas süßlicher als ein Fondue aus Gruyère. Es zieht kaum Fäden und verträgt Kinder am Tisch besser. Wer den würzigen Charakter vermisst, gibt einen Löffel scharfen Senf oder eine Prise Kümmel dazu, beides mit langer Tradition in der niederländischen Küche.

Beilagen

Statt Weißbrot passen Roggenbrot, kleine Pellkartoffeln und eingelegte Zwiebeln. Ein Stück Räucherwurst am Rand des Tellers ist in den Niederlanden üblich.